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Kongress Schulleiterforum.de

Martina Reiske, Mitglied des Vorstandes der Schulleitungsvereinigung Nordrhein-Westfalens (SLV NRW), vertritt unseren Verband als Referentin beim Online Kongress Schulleiterforum.de vom 22.-24.11.2018

Thema des Kongresses ist: Mit Kopf, Herz und Verstand -Schule erfolreich leiten.

Liste der Referenten

Wichtige Information


Verbeamtung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

einige unserer Mitglieder sind als Schulleiterin oder Schulleiter im Tarifbeschäftigtenverhältnis (als Angestellte) tätig. Das Bundesverfassungsgericht hat im Jahre 2015 die Verfassungswidrigkeit der damaligen nordrhein-westfälischen Altergrenze für die Verbeamtung festgestellt. Sie verstieß in dieser Form sowohl gegen deutsches Verfassungsrecht als auch gegen Europarecht.

Das Land NRW als Gesetzgeber hat die Gesetzeslücke inzwischen geschlossen.

Das Fenster zur Verbeamtung ist damit etwas weiter geöffnet worden. Schnellstes Handeln ist weiterhin geboten: Falls Sie betroffen sind, sollten Sie sofort einen Antrag auf Verbeamtung stellen, um Ihre Rechte zu wahren.

Die Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts, unsere Anmerkungen dazu und einen Musterbrief (schreibgeschützt) finden Sie hier:

Mit kollegialen Grüßen

Ihre SLV NRW e.V.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren - herzlich willkommen auf der Homepage der Schulleitungsvereinigung NRW!

Stellungnahme der SLV NRW zur Initiative des Ministeriums für Schule und Bildung NRW zur Qualitätssteigerung des Gemeinsamen Lernens an allgemeinbildenden Schulen

(Beitrag im Blog lesen)

Die Schulleitungsvereinigung NRW (SLV NRW e.V) begrüßt grundsätzlich den Schritt des Ministeriums für Schule und Bildung, eine spürbare Qualitätssteigerung der Angebote des Gemeinsamen Lernens an allgemeinbildenden Schulen zu erreichen.
Das MSB sieht es als erforderlich an, die vorhandenen Ressourcen gezielt einzusetzen.
Die Schritte, die das MSB daraus ableitet, können kritisch hinterfragt werden:

SLV NRW meint:

Inklusion ist ein Menschenrecht (siehe UN-Behindertenrechtskonvention)
Im Artikel 24 der UN-Behindertenkonvention garantieren die Vertragsstaaten “ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen”. Der Normalfall soll danach sein, dass Kinder “nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden” (Artikel 24 Abs.2 a). Das allgemeine Bildungssystem soll jedem zugänglich sein. Ziel ist also der gemeinsame Schulbesuch von behinderten und nicht behinderten Kindern in einer Regelschule als “Normalfall” — Die gemeinsame Beschuung soll keine Ausnahme sein.

Gerade diese Zielsetzung erreicht das MSB durch die Neuausrichtung leider nicht.
Die vom MSB vorgesehene Stärkung der Förderschulen ist im Sinne einer menschenrechtskonformen Inklusion wenig zielführend.

SLV NRW hinterfragt kritisch, ob die Ressourcenverschiebung in Richtung Förderschulen dem Menschenrecht auf Inklusion gerecht wird!!!???
Diese Ressourcenverschiebungen (Sonderpädagogische Lehrkräfte zurück an die Förderschulen) stärkt das Separationssystem und widerspricht dem Inklusionsgedanken.
Auch die Forderung an Gymnasien ausschließlich Schülerinnen und Schüler mit zielgleichen sonderpädagogischen Förderbedarfen zu unterrichten widerspricht dem Inklusionsgedanken.

Eine „Ersatzlösung“ für Schulen im gemeinsamen Lernen durch den Einsatz von Schulbegleitern (Integrationshelfern) widerspricht der Forderung nach Qualität.
Schulbegleiter/-innen und Integrationshelfer/-innen sind sehr oft ungelernte Kräfte oder haben eine Kinderpflege-Ausbildung oder Ähnliches.
Die notwendige Expertise der Sonderpädagogischen Lehrkräfte im gemeinsamen Lernen kann nicht durch Pflegekräfte ersetzt werden!

SLV NRW sieht darin eine Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen.

Die SLV postuliert mit Nachdruck, dass es um eine kriteriengeleitete Umsetzung (Qualitätsstandards) der Inklusion gehen muss.

Daher empfiehlt SLV NRW e.V. bei der Erarbeitung von Qualitätsstandards relevante Akteure in einen zielführenden Dialog zu bringen, um eine sichere Rückkopplung mit der Basis zu gewährleisten.

 

Um das Menschenrecht Inklusion wirklich umzusetzen, bedarf es einer grundlegenden systemischen Veränderung des Schulsystems.
Gute Beispiele findet man dazu sowohl in nordischen europäischen Ländern als auch in Südtirol.

Im OECD Bildungsbericht 2018 wird deutlich, dass ein wesentlicher Schwerpunkt der Bildungspolitik die Chancengerechtigkeit im Bildungssystem sein muss.

Nach wie vor wird den Bildungssystemen in Deutschland eine hohe Ungerechtigkeit im Sinne der Chancengleichheit bescheinigt.

 

Die SLV NRW e.V. wertet daher die Neuausrichtung des MSB NRW im Bereich der Inklusion als Unterstützungsmaßnahme des separierenden Schulsystems.

Das geht nicht mit der UN-Konvention und der geforderten Bildungsgerechtigkeit einher.
Die SLV NRW – wie auch andere Akteure im Bildungssystem- kann sich nicht des Eindrucks erwehren, dass die Praxis der Inklusion lediglich das Feigenblatt ist, mit dem die fehlenden Ressourcen in Verbindung mit einer eingeschränkten Bereitschaft Inklusion sinngerecht umzusetzen, verdeckt werden sollen.

Inklusion erfordert Haltung. Eine gemeinsame, dem Inklusionsgedanken der UN-Resolution verpflichtende Haltung aller Menschen, die in Bildungssystemen arbeiten und die politisch für Bildungssysteme verantwortlich sind.

SLV NRW e.V. fordert eine positive Haltung zur Umsetzung des Menschenrechts Inklusion. Inklusion im Sinne von Bildungsgerechtigkeit für alle!

 

Schulleitungen im Lande NRW benötigen klare Haltungen seitens des MSB.
Schulleitungen im Land NRW benötigen personelle und sächliche Ressourcen, um das Menschenrecht auf Inklusion und Bildung qualitativ sinnvoll in ihren Kollegien und in den Schulen des Landes NRW umzusetzen.

 

SLV NRW e.V., den 10. November 2018


Bericht: Herbsttagung und Mitgliederversammlung – Realisierung der DSGVO insbesondere in kleinen Schulen derzeit nicht durchführbar!

Die Herbsttagung der SLV NRW offenbart das ganze Ausmaß der untragbaren Situation von Schulleiterinnen und Schulleitern in NRW

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

In dieser Woche fand die jährliche Herbsttagung der SLV NRW im Wittener Saalbau statt. Das zentrale Thema "Urheberrecht und Datenschutz (DSGVO)“ fand enormen Zuspruch. So konnte der Ehrenvorsitzende der SLV NRW, Dr. B. Mielke rund 200 Schulleiterinnen und Schulleiter sowie weitere Fachbeauftragte begrüßen.

Dr. Mielke nutzte dabei zunächst die Gelegenheit, die übergeordneten Themen und Ziele der Schulleitungsvereinigung zu präsentieren.

  1. Die Forderung nach einer selbstständigen Schule mit einer eigenständigen Interessenvertretung der Schulleitungen.
  2. Die Schließung der Gerechtigkeitslücken bei Bezahlung, Leitungszeit und Ressourcen.
  3. Die Klärung der Rolle und der Aufgaben der dreistufigen Schulaufsicht sowie der Qualitätsanalyse an Schulen in NRW.
  4. Die Forderung nach Ausbildung und Assessment für zukünftige Schulaufsichtsbeamte
  5. Die Forderung nach der Einrichtung einer Zuständigkeit für alle fachlichen und personalrechtlichen Belange der Schulleitungen aller Schulformen im Ministerium für Schule und Bildung.

Der Tagungsverlauf verdeutlichte darüber hinaus den großen Bedarf und das Bedürfnis der Teilnehmenden endlich klare Rechtsauskunft im Kontext der Datenschutzgrundverordnung zu erhalten, um in den Schulen vor Ort rechtskonform handeln zu können.

Dr. jur. Günther Hoegg, Jurist mit dem Schwerpunkt „Schulrecht“ und gleichzeitig ausgebildeter Lehrer für die Schulform Gymnasium, war dabei ein kompetenter, kritischer und unterhaltsamer Redner. So beantwortete er im Rahmen seines umfassenden und kurzweiligen Vortrags die zahllosen Fragen der Teilnehmenden zu analogen wie digitalen Themen aus den aktuellen Wirren des schulischen Alltags, z.B. zum Umgang mit dem Urheberrecht (wer darf was für wen kopieren und wie viel?), zum korrekten Datenschutz beim Führen von Akten und beim Verwalten von Schülerleistungen (wer führt welche Akten, wer hat Einsicht in was, wer übernimmt Verantwortung für welche Daten?), zum korrekten Interpretieren des juristischen Sprachgebrauchs. Er lieferte zudem praktische Anwendungstipps fürs Zeugnisse schreiben, den Umgang mit Passwörtern, WhatsApp und Co.

Dabei wurde klar: eine verantwortungsvolle und rechtskonforme Umsetzung aller Ebenen der DSGVO ist aktuell gar nicht möglich.

Neben den Datenschutzbeauftragten der Kreise und kreisfreien Städte benötigt jede Schule in NRW einen eigenen Datenschutzbeauftragten, der nicht gleichzeitig für den IT-Bereich zuständig sein darf (z.B. First Level Support, Homepagepflege….) und Lehrkraft der Schule sein muss.

Wieder einmal wurde deutlich: der Dienstherr hat in seiner realitätsnegierenden Folgenabschätzung die Konsequenzen seines Handelns für eine verantwortungsvolle Wahrnehmung der Leitungsaufgaben in den Schulen nicht mitgedacht.

Denn: Schulleiterinnen und Schulleiter aller Schulformen stehen allein mit der Unmöglichkeit der rechtskonformen Realisierung der DSGVO in unseren Schulen. Ggf. werden sie ohne jeden Schutz des Dienstherrn „hingehangen“ und baden aus, was der Gesetzgeber nicht durchdacht und auf Umsetzbarkeit geprüft hat. Wieder einmal wurden keine Ressourcen zur Verfügung gestellt, um die Anforderungen des gesetzten rechtlichen Rahmens vor Ort handhabbar zu machen.

Die Berechtigung der SLV – Forderung wurde an diesem Tag noch einmal nachdrücklich belegt: Wir brauchen endlich eine Interessensvertretung auf allen Ebenen der Schulaufsicht. Denn: Entscheidungen für die Schulen ohne die Einbeziehung der Schulleitersicht blenden häufig die Aspekte der Sinnhaftigkeit und der Umsetzbarkeit aus.

Im Anschluss an diese Veranstaltung fand am selben Ort die Mitgliederversammlung der SLV NRW statt.

Im Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden wurden die Arbeitsschwerpunkte der letzten zwei Jahre erläutert, die in die Tagesaktualität und in die Zukunft hineinreichen. Sie sind im Rechenschaftsbericht bzw .im ausführlichen Bericht zur Tagung auf der Homepage der SLV NRW einsehbar: https://www.slv-nrw.de/.

Künftig werden folgende Personen für die SLV NRW für Sie tätig sein:

Vorsitzender Harald Willert
Stellvertretung Beate Grunewald-Woitschek
Beisitzer Ralf Droegemoeller, Gaby Frerkes, Hans-Dieter Hummes, Joan Krebs-Schmidt, Dr. Burkhard Mielke, Martina Reiske, Margret Roessler, Rüdiger Schipper, Michael Wittka-Jelen, Heike Wiggershaus
Kasse Wolfgang Gruhn
Kassenprüfer Herr Doil, Frau Kundoch, Herr Jähn

Den bisherigen Vorsitzenden Beate Grunewald-Woitschek und Michael Wittka-Jelen galt der herzliche Dank aller Mitglieder.

Für die Frühjahrstagung ist der 4. April 2018 avisiert. Über Ort und Thema informiert die SLV NRW Sie zeitnah.

Kontakt

Mit dem nebenstehenden Kontaktformular können Sie mit uns in Kontakt treten. Alternativ bieten wir Ihnen an, uns auf herkömmlichem Weg, per Brief oder per Telefon zu erreichen.

Schulleitungsvereinigung Nordrhein-Westfalen e.V.
Geschäftsstelle
c/o Dr. Burkhard Mielke
Postfach 30 09 04
40409 Düsseldorf

Telefon: 030/58840031
Mobil: 0172/2526807
E-Mail: geschaeftsstelle@slv-nrw.de

Vorsitzende:

Beate Grunewald-Woitscheck
Telefon: 0211 7489119 oder 0151 27552468
E-Mail: vorsitz@slv-nrw.de

Kontaktformular

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