Herbsttagung 2015 in Witten: Bilanz und Perspektive!

Eindrucksvoll, ansprechend und impulsgebend gelingt es dem Referenten, Herrn Dieter Woitscheck über einen Vortrag zum Thema Führung im Spannungsfeld von Hierarchie und Partizipation (PPTX-Download) unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Dialog anzuregen.

Als erfahrener "Angestellter (ehem. Geschäftsführer von Avis-Deutschland) und nun selbstständigem Unternehmensberater - als einem Mann aus der Wirtschaft" - gesteht Woitscheck nach seiner Analyse ernüchternd ein, dass das gefühlte Schulleitungsdasein als "zahnloser Tiger" de facto mehr Gestaltungsmöglichkeiten birgt als viele Vorgesetzte in der Marktwirtschaft innehaben. "Es sei denn, Sie heißen Winterkorn..." Die allen Schulleiter/innen bekannten "Handicaps" listetet der Referent emphatisch auf, stellt dem aber als Lösung ein kompetentes Situatives  Führungsmanagement gegenüber - ein Führungsstil, der durch folgende Faktoren den Führungserfolg bestimmen kann: Authentizität, Rollenklarheit und transparente Kommunikation. In jeder Führungsrolle ist spezifisches Verhalten des Führenden erforderlich: Prozessbegleiter, Coach, Moderator, Experte.

Die Vorsitzende der SLV NRW, Margret Rössler, stellte sich nach dem Vortrag einigen kritischen Fragen(DOCX-Download: Interview Reiske/Rössler), welche Botschaft z.B. Herr Woitscheck Schulleitungen überbringen kann? Rössler gelingt es dennoch überzeugend den Teinehmer/innen zu verdeutlichen: "Wir brauchen Netzwerke - und die hier gestellten Fragen sind schulformunabhängig zu beantworten. Daher agieren wir als Schulleitungsvereinigung NRW schulformübergreifend. (...). Durch eine Regionalisierung unseres Austausches in unserer heutigen Tagung wollen wir zusammenstellen, wie sich die angesprochenen Fragen in den einzelnen Bezirksregierungen möglicherweise unterschiedlich darstellen, welche Probleme es vor Ort gibt, an denen wir gemeinsam arbeiten und wie wir das organisieren wollen."

So werden am Nachmittag Arbeitsgruppen auf der Ebene der Bezirksregierungen gebildet um an dem Thema weiterzuarbeiten, da die Umsetzung der Vorgaben aus dem Ministerium in den Bezirksregierungen sehr unterschiedlich gehandhabt werden.

Mit dieser Arbeitsform kann die SLV NRW näher an den akuten Fragestellungen der regionalen Schulleitungen teilhaben. Fragen, die wiederum in die landesweite Positionierung der SLV NRW eingehen und die Arbeit effektiver und mitgliedsbezogener machen. Es bilden sich regionale Arbeitsgruppen mit Sprecher/innen, die zukünftig selbstorganisiert tagen und eine/n Ansprechpartner/in im Vorstand haben.