ESHA-Was ist das?

ESHA ist die Europäische Schulleitungsvereinigung (European Schoolheads Association). Sie ist europaweit tätig - von Finnland, Estland, Litauen im Nordosten bis Spanien und Portugal im Südwesten unseres Kontinents. Mitglieder sind neben ganzer Schulleitungsverbände auch Einzelpersonen. Die SLV-NRW ist über „Partnership International“ Mitglied in ESHA. Wir sind dankbar über diese Zusammenarbeit und die Möglichkeit, so auch über den Tellerrand hinaus blicken zu können.

Die Einblicke, die man durch die Mitarbeit in ESHA sowie durch ESHA-Tagungen erhält, relativieren die eigene Arbeit und die Schulpolitik des eigenen Landes erheblich.

  • Allgemeine europäische Tendenzen werden deutlich
  • Vorzüge der deutschen Schullandschaft treten deutlich hervor
  • Nachteile des hiesigen Schulsystems werden unübersehbar

ESHA - Deutschsprachige Region

2006 wurde in Potsdam vom ESHA General Board die Regionalisierung ESHA’s nach Sprachgebieten beschlossen. Drei Feststellungen lagen dem zu Grunde:

1. Es war bis dahin nicht zufriedenstellend gelungen, die einzelnen Mitglieder der nationalen Schulleiterorganisationen an ESHA zu beteiligen. In ESHA trafen sich in der Regel die Präsidenten oder deren Beauftragte zu den Meetings. Die Streuung ebenso wie die Kommunikation und aktive Teilhabe der Schulleiterinnen und Schulleiter in den einzelnen Ländern an der inhaltlichen Arbeit der ESHA gelang nur ansatzweise.

2. Ein Grund hierfür war sicherlich das Sprachproblem. Die Einigung auf eine gemeinsame Sprache könnte mehr Interesse für eine direkte Beteiligung an der Arbeit in ESHA erreichen.

3. In den einzelnen Sprachräumen haben zielgleiche Themen zu bestimmten Zeilen eine höhere direkte Relevanz für die Betroffenen. So kann vermieden werden, dass übergeordnete gesamteuropäische Themen vernachlässigt werden.

Es wurden acht Regionen gebildet und darüber hinaus eine Verbindung zu den außereuropäischen Schulleiterorganisationen.

Die Intensität in den einzelnen Regionen ist unterschiedlich. Die deutschsprachige Region in ESHA hat sich bisher am intensivsten entwickelt und dadurch das Interesse - bei den Mitgliedern der in ESHA organisierten nationalen Verbände - deutlich erhöht.

Hierzu trugen die Konferenzen der deutschsprachigen ESHA Region bei, aber vor allem auch die Informationen über die Konferenzen, ihre Ergebnisse in Deutsch und der Abdruck in den Magazinen der Schulleitungsverbände. Zunehmend beteiligen sich neben den Vorsitzenden auch Mitglieder an den Konferenzen und diskutieren in ihren Landesverbänden die Resolutionen und inhaltlichen Positionen von ESHA.

Österreich, Südtirol, die Schweiz, die deutschen Schulleitungsverbände, Fünfkirchen in Ungarn, Luxemburg und die Deutsche Gemeinschaft in Belgien sind inzwischen im Verteiler dieser Region. Erste Kontakte mit Schulen in deutschsprachigen Regionen weiterer Länder sind angebahnt. Es begann in Basel mit der 1. Regionalkonferenz, in der zum ersten Mal gemeinsam und länderübergreifend über das Thema Schulleitung gesprochen wurde.

  • 2009 folgten die Konferenzen in Goldrain/Coldrano in Südtirol mit dem Schwerpunktthema neuer Schulleitungsstrukturen in autonomen Schulen.
  • 2010 gab es Konferenzen in Landau über Inklusion, Individualisierung und Integration.
  • Weitere Tagungsorte: 2011 in Pécs/Fünfkirchen in Ungarn und 2012 in Schleswig-Holstein.

Die Vorträge und Tagungsberichte finden Sie zum Lesen und Downloaden nachfolgend.